SV Fellbach – TuS Helmlingen 29:25 (13:10) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Hartmann   
Sonntag, den 07. März 2010 um 09:17 Uhr
herren1Schwache Ausbeute im Angriff verhindert Punktgewinn
Nichts zu holen gab es für den TuS Helmlingen beim SV Fellbach. Mit 29:25 nutzte Fellbach den Heimvorteil, während die Niederlage für den TuS Helmlingen ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht. Gleich drei Plätze hat die Mannschaft verloren und ist damit auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.

 

 

„Es war zum verzweifeln“, musste Trainer Kalman Fenyö mit ansehen, wie reihenweise freie Einwurfchancen vergeben wurden. Seinen Anteil an der mässigen Helmlinger Trefferquote hatte einmal mehr Fellbachs Schlussmann Stefan Doll. „Er hielt überragend, hat uns den Schneid abgekauft und war wie schon beim Hinspiel in Helmlingen, bester Mann in der Halle“, musste Fenyö Fellbachs Torhüter eine herausragende Leistung bescheinigen.

„Mindestens 15 „Hundertprozentige“ hat er uns vereitelt“, sah der Helmlinger Trainer im Duell der Torhüter klar die Vorteile bei Fellbach. Da konnte der Helmlinger Schlussmann Sven Kress nicht dagegenhalten. Dieser hatte nach dem Seitenwechsel seine stärkste Phase, als er vier Bälle abwehrte, was zur zwischenzeitlichen Führung die Grundlage war.

Schon in der ersten Hälfte war zu erkennen, dass sich die Helmlinger Angreifer äusserst schwer taten, gegen die grossgewachsenen Fellbacher Abwehr durchzukommen. Und wurde dann der freie Spieler gefunden, war wieder Endstation bei Stefan Doll. „Egal ob von Aussen, am Kreis, Konter oder auch bei zwei Siebenmetern, er hat uns den Zahn gezogen“, war er dafür verantwortlich, dass wir in Rückstand gerieten. 7:5, 11:6 und zur Pause 13:10 legte Fellbach vor.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte drehte sich das Blatt. Beim TuS Helmlingen, gestützt auf eine solide Abwehr, keimte Hoffnung auf. In starken zehn Minuten war der Fellbacher Vorsprung weggeschmolzen und beim 14:15 ging Helmlingen in Führung. Es war allerdings das einzige Mal, denn nun legte Fellbach den Grundstein zum Sieg.

Auf 20:16 folgte erneut die Wende. Nur noch beim 23:21 kam Helmlingen heran. Zehn Minuten vor dem Abpfiff war dies die letzte Chance auf den erhofften Auswärtssieg. Die Schussphase gehörte wieder den Hausherren, die den dritten Sieg in Folge feierten.

„Unser Manko war eindeutig die schlechte Chancenauswertung“, erkannte Kalman Fenyö die Schwachstelle. Dies war auch schon im letzten Heimspiel gegen Kenzingen zu erkennen. Durch diese Niederlage ist Helmlingen nun mächtig in Zugzwang. Am kommenden Samstag muss im Derby gegen Sinzheim ein Heimsieg her, sonst drohen die Oberligalichter auf der Zielgeraden vorzeitig auszugehen.

SV Fellbach: Stefan Doll, Florian Lehrmann; Joachim Ness 1, Julian de Boer 6, Marcel Schilling 1, Oliver Gomes, Damir Marjanovic 9/2, Tobias Steigerwald, Lars Neuffer 4, Cedric Coudoro 5/1, Ivan Miletic 1, Sascha Hartel 2, Timo Keller.

TuS Helmlingen: Sven Kress, Christopher Bildner; Sven Urban 2, Michael Zimmer-Zimpfer, Georg Jochim, Josef Szentgyörgy 4, Michael Wagner 1, Jochen Gärtner, Robert Posavec 2, Ivan Mlinarevic 8/3, Marius Angrick 1, Dennis Ludwig 6, Patrick Kress 1.

Schiedsrichter: Schäfer/Kling (Ludwigshafen).